Rumänien 01 I Dobrudscha & Donaudelta

Anfang Juni 2015 war ich für 8 Tage im Donaudelta. Gebucht über „Ab in die Natur Reisen“ und geführt von Daniel Petrescu von Ibis Tours wurden diese Tage unvergesslich. Hier nun der Bericht.

Nach unserer Ankunft in Bukarest wurden wir nach Tulcea gebracht. Während der Hinreise fährt man erst mal ca. 3h vorbei an riesigen Feldern, auf denen sich die Monokulturen Getreide, Mais, Raps und Sonnenblumen abwechseln. Wem die Flächen gehören, zeigen hier und da Schilder u.a. mit den Aufschriften BASF und Bayer. Schöne neue Welt! Abwechslungsreicher wurde es dann allmählich je näher wir dem Delta kamen. Als dann noch wie zur Begrüßung ein Wiedehopf neben dem Auto flog, konnte man fast an heile Welt denken … bis die Felder wieder begannen.
Am 2. und 3. Tag der Reise hieß es dann ab in die Dobrudscha. Dieses mehr als 20.000 km² große Gebiet gliedert sich in zwei Teile. Die Norddobrudscha, welche südlich des Donaudeltas liegt und zu den rumänischen Verwaltungsbezirken Constanţa und Tulcea gehört, und die bulgarische Süddobrudscha. In der Nähe von Tulcea finden sich Grassteppen und viele Lösswände, also beste Voraussetzungen Blauracke, Bienenfresser und Ziesel anzutreffen. Und so war es dann auch. Es ist für mich immer wieder faszinierend, wie in der Natur alles zusammenhängt. Nimmt man z.B. Ziesel. Diese brauchen kurzes Gras; logisch, bei 20 cm Gardemaß sieht man bei hohen Pflanzen nicht viel und verschwindet wahrscheinlich schnell im Magen von anderen Tieren. Hier kommen dann Schafe und Ziegen ins Spiel, denn die fressen Gras und halten es somit kurz. Gut für die Ziesel. Und vom Ziesel profitiert wiederum der Isabellsteinschmätzer. Ein kleiner Vogel, welcher besonders gern in Zieselhöhlen brütet. Und das Schöne war, dass Ziesel und Isabellsteinschmätzer vor unserem Ansitz rumwuselten. Wenn dies jedoch eine Meute halbwilder Hunde macht, ist das nicht so lustig. Die Köter blieben lobenswerter Weise auf Abstand und zogen weiter.

Sehr angenehm war auch der Abstecher in einen alten Steinbruch, in welchem wir Adlerbussarde fotografieren wollten. Ich nutzte jedoch die Zeit, um endlich mal eine echte Smaragdeidechse zu sehen. Da das Tierchen von äußerst kooperativer Natur war, konnte ich es liegend auf dem Bauche auch fotografieren. Manchmal klappt es.

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Dieser Eintrag wurde von frankbrehe veröffentlicht.

12 Kommentare zu “Rumänien 01 I Dobrudscha & Donaudelta

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